Schulcontainer werden DauerlösungSchulcontainer

Bereits im Februar des vergangenen Jahres hatte der Rat entschieden, 50 neue Schulräume in Form von Schulcontainern zu errichten. Nun wurde die Idee verfeinert: Ungenutzte Wohncontainer für Flüchtlinge sollen nun für ca. eine Mio. Euro zu Schulcontainern umgebaut werden.

Keine gute Idee! Klassenräume in Containern haben ein geringes Raumvolumen und zudem keine natürliche Lüftung. Deshalb kommt es schnell zu einer erhöhten CO2 Konzentration, vor allem im Winter, da nicht oder nur bedingt gelüftet werden kann. Ein weiteres Problem ist die Luftfeuchtigkeit, die durch mangelnde Lüftung entsteht. Container sind nahezu diffusionsdicht, d. h. „regulierende Stoffe“ wie z.B. Lehm- oder Kalkputze, Ziegel usw. fehlen. Die Folge kann unter Umständen eine verdeckte Schimmelbildung sein. Auch Lärm und Elektrosmog können Folgen der nach außen guten abgeschirmten Metallgehäuse sein, von 5mal höheren Energiekosten gegenüber normalen Schulräumen ganz zu schweigen.

Schulcontainer sind eine Notlösung und keine Dauerlösung, wie die Bochumer Verwaltung dies jetzt offensichtlich plant. Wer erwartet, dass Lehrer motiviert Ihre Schüler unterrichten, wer erwartet, dass Kinder eine hohe Lernbereitschaft zeigen und sich auf die Schule freuen, der sollte sie nicht dauerhaft in Containern unterbringen

Stellungnahme zur Rede von Björn Höcke

Björn Höcke hat in seiner Rede vom 17.01.2017 im Ball- und Brauhaus Watzke folgenden Satz gesagt: „Wir Deutschen sind das einzige Volk, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

Dieser Satz ist doppeldeutig. Man kann ihn so interpretieren, dass das Denkmal an sich eine Schande für unser Land wäre. Man kann ihn allerdings auch so verstehen, dass das Denkmal die Schande selbst, nämlich den schrecklichsten Völkermord der Geschichte darstellt, also ein Mahnmal für eine Schande ist. Aufgrund seiner Doppeldeutigkeit hat dieser Satz eine breite öffentliche Diskussion ausgelöst.

Die erste Interpretation ist selbstverständlich absolut inakzeptabel. Aus unserer Sicht ist Höcke vorzuwerfen, dass er die Mehrdeutigkeit mit seiner Aussage bewusst herbeigeführt hat. Seiner Rede lag ein Redekonzept zugrunde und sie war damit keine spontane Formulierung. Während seiner Ansprache hat er keine Anhaltspunkte gegeben, wie seine Formulierung gemeint war. Dem Publikum und der Öffentlichkeit die Interpretation zu überlassen, musste damit unweigerlich zu unterschiedlichen Auslegungen führen.

Der Bochumer Kreisvorstand distanziert sich aufgrund der Zweideutigkeit von der Aussage des Thüringer Fraktionsvorsitzenden und bedauert, dass durch seine Aussage der Eindruck entstanden ist, als wolle die AfD das Gedenken an den Holocaust relativieren.

Grünzug E braucht nach Aufassung der AfD keine APP für 100.000 Euro

Die AfD Bochum begrüßt die geplanten Aufwertungen des Grünzugs E rund um den Ümmiger See, da sie die bereits angelaufenen städtebaulichen Maßnahmen von Laer/Mark 51°7 und Werne Langendreer-Bahnhof sinnvoll ergänzen. Mit einem Förderantrag will die Stadt die Entwicklung der Infrastruktur rund um den Ümmiger See vorantreiben. Neben der Erhöhung des Freizeit- und Erholungswertes soll auch die Ökologie des Sees und seiner Umgebung verbessert werden.

Christian Krampitz Fraktionsvorsitzender der AfD im Bezirk Ost begrüßt die geplanten Aufwertungen, aber kritisiert die Investition in eine sogenannte "APP an den See", die Besuchern online Informationen zu Flora und Fauna sowie eine Führung anbieten soll. Krampitz: "Die geplanten Kosten in Höhe von 100.000 Euro stehen in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen. Wir bezweifeln das nachhaltige Interesse an dieser APP. Trotz der hohen projektierten Kosten ist die Verwaltung bisher eine Konkretisierung zu Inhalten und Gestaltung der App schuldig geblieben."

Im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung kritisierte die AfD diesen Punkt der Planung bereits und stellte den Antrag das Geld besser für die Aufstellung von Informationstafeln, die sich in die Neugestaltung einfügen würden und jedem Besucher einfachst zugänglich und nutzbar wären, einzusetzen.

Anlagen:

Beschlussvorschlag der Verwaltung zum Grünzug E
https://session.bochum.de/bi/getfile.php?id=378308&type=do

Änderungsantrag der AfD-Fraktion
https://session.bochum.de/bi/getfile.php?id=379031&type=do

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