Staatsschulden

Daten aus der Annual Macroeconomic Database der Europäischen Union

Der Schuldenstand ist nur für Deutschland stabil bei rund 80 Prozent. Selbst das ist zwanzig Prozentpunkte mehr als der nach EU-Recht maximal zulässige Schuldenstand von 60 Prozent des BIPs. Alle anderen Staaten liegen darüber und die Tendenz ist seit 2010 ungebrochen steigend. Lediglich Griechenland zeigt von 2011 auf 2012 einen kleinen Knick nach unten. Das ist der Schuldenerlass von rund 100 Mrd. Euro, der Griechenland im März 2012 gewährt wurde. Trotz dieses gewaltigen Erlasses, dessen Kosten die privaten Kapitalgeber (überwiegend Banken) zu tragen hatten, ist der Schuldenstand in 2013 bereits wieder höher (in Prozent des BIPs) als vor dem Schuldenerlass. Das liegt daran, dass die Eurozone Griechenland im Ausmaß von 130 Mrd. Euro neue Kredite gewährt hat. Seither sind rund 80 Prozent der griechischen Staatsschulden im öffentlichen Besitz, das heißt der nächste griechische Schuldenschnitt geht weit überwiegend zu Lasten der Steuerzahler.