Fremdwährungskredite

Fremdwährungskredite

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

Im Haupt- und Finanzausschuss (Ende Oktober) hat Herr Dr. Busch erklärt, dass er die Fremdwährungskredite weiter führen wird (Prolongation). Er erklärte, dass er keine Währungskursabsicherung Die Mehrheit des Ausschusses hat hier Zustimmung signalisiert. Gleichzeitig hat Herr Dr. Busch erklärt, die Verwaltung würde bei ungünstigen Währungskursänderungen kurzfristig reagieren. Zur Schaffung der Transparenz zur zukünftigen Strategie im Umgang mit den bestehenden Fremdwährungskrediten stellt die AfD folgende ergänzende Fragen. Die Beantwortung dieser Fragen ist notwendig um im Nachhinein den Erfolg der von Dr. Busch vorgegeben Strategie überprüfen zu können.

  • Wie stellt die Verwaltung sicher, dass auf Wechselkursveränderungen kurzfristig reagiert werden kann? Bitte erläutern Sie, ob und wenn ja wie viel Personal für die Beobachtung des Wechselkurses ständig vorgehalten wird?
  • Wie ist eine ungünstige Wechselkursentwicklung für dieses Geschäft konkret in % bzw. absolut in CHF/EUR definiert, damit die Stadt reagiert?
  • Nutzt die Stadt Verlustbegrenzungsinstrumente wie „stop-loss“-Geschäfte oder Optionen? Falls ja, bei welchem Wechselkurs greifen diese Instrumente?
  • Bei welchem CHF/EUR-Kurs soll der Kredit nicht mehr prolongiert werden?
  • Wenn die entsprechende Wechselkursänderung gem. Nr. 4 nicht eintritt, stellt sich die Frage, ab welchem Jahr die Prolongation nicht mehr erfolgt, damit wir nicht in eine Dauerverschuldung in Schweizer Franken geraten?

Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Marquardt
Fraktionsgeschäftsführer

Anfrage zur Sitzung des Haupt-und Finanzausschuss am 18.12.2014

Die AfD-Fraktion bezieht sich auf ihre Anfrage zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 18.12.2014 (TOP 3-5.1, Vorlage: 20142467) und bittet, die nachfolgenden, ergänzenden Fragen zu beantworten:

1. Hätte eine Stop-loss-Order bei einem Kurs von 1,201 funktioniert, so dass wir bei einem Kurs von knapp 1,20 aus dem Geschäft hätten aussteigen können?

2. Wie teuer war zum Zeitpunkt der Anfrage der AfD-Fraktion eine Option bei einem Basispreis von 1,15 mit Fälligkeit Juni 2015 (bezogen auf die Gesamtsumme von 220 Mio. CHF)?

3. Wie teuer war zum Zeitpunkt der Anfrage der AfD-Fraktion eine Option bei einem Basispreis von 1,17 mit Fälligkeit Juni 2015 (bezogen auf die Gesamtsumme von 220 Mio. CHF)?