Schließung Sportanlagen in Wattenscheid

Anfrage an den Ausschuss für Sport am 27.02.2015

Die Sportfachliche Empfehlung aus der Sportentwicklungsplanung der Wuppertaler Forschungstelle „Kommunale Sportentwicklungsplanung“ scheint nicht schlüssig.

1. Betrachtet man den ermittelten Fehlbedarf 2015 bis 2020 ist die darauf folgende Empfehlung aus den Kennzahlen nicht nachvollziehbar, und scheint besonders den Bezirk Wattenscheid zu benachteiligen.

Bezirk                       Fehlbedarf 2020               Empfehlung Schließung in % zum Fehlbedarf
Mitte                         4,54 -2,00                            44%
Wattenscheid             2,82 -2,00                            71%
Ost                           3,91 -1,50                            38%

2. Unter sportlicher Nutzung, Punkt 6.5.1. der Expertise wird darauf hingewiesen, dass besonders Anlagen mit geringer sportlicher Nutzung im Fokus stehen. Plätze mit einem Punktwert ab 8 sollten grundsätzlich erhalten bleiben. Das ist sehr gut nachvollziehbar. Es gibt aber berechtigte Zweifel an der Bewertung einzelner Anlageeinheiten. Bei der zur Schließung empfohlenen Anlage Höntroper Straße geht die Expertise davon aus, dass es keine Schulnutzung gibt. Da der Platz in direkter Nachbarschaft von 2 Schulen liegt, gab diese Information Anlass zu einer Nachfrage. Beide Schulen bestätigen der AfD gegenüber die Anlage dauerhaft zu nutzen. Das ergäbe einen Punktwert für diesen Platz von 8 Punkten, wodurch die Empfehlung einer Schließung nicht mehr erfolgen dürfte.

Daher fragt die AfD an:

1. Wieso ist in der Vorlage SEP Fußballsport Teil 2 der Sportplatz an der Höntroper Str. 99 ohne Schulnutzung verzeichnet?
2. Wann wurden die weiteren zu schließenden Sportanlagen auf die tatsächliche Nutzung geprüft?
3. Wurden die weiteren zu schließenden Sportanlagen zeitnah auf ihre tatsächliche Nutzung überprüft?
4. Wieso sollen im Bezirk Wattenscheid prozentual erheblich mehr (71%) Sportanlagen geschlossen werden, als in den übrigen Bezirken?

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Walger-Demolsky

Antwort der Verwaltung