Eklat bei Wahlen zur Neubesetzung des Sportausschusses

Eklat bei Wahlen zur Neubesetzung des SportausschussesKrampitz

In der Bochumer Ratssitzung am 25.06.2015 kam es zu einem Eklat bei den Wahlen zur Neubesetzung des Sportausschusses. Die AfD Ratsfraktion hatte zur Neubesetzung dieses Ausschusses sowie einiger anderer einen Antrag eingereicht. Normalerweise ist es gute Sitte und stilles Einverständnis zwischen den Fraktionen und Ratsmitgliedern, die Benennung der Kandidaten nicht zu kommentieren und dieser zuzustimmen.

Zum Antrag der AfD ergriff diesmal jedoch das Ratsmitglied und Einzelvertreter der „Piratenpartei“ Andre Kasper das Wort und bezichtigte das AfD-Fraktionsmitglied Christian Krampitz der rechten Szene durch seine Mitgliedschaft in einem Bochumer Fanclub namens „Bochumer Brigarde“ nahe zu stehen. Angeblich habe dieser Fanclub an gewalttätigen Ausschreitungen u. a. der HOGESA in Köln teilgenommen, so die Behauptung von Kasper. Daraufhin entschied sich der Rat mehrheitlich gegen die Benennung von Christian Krampitz.

Der AfD liegt zwischenzeitlich eine Ehrenerklärung von Herrn Christian Krampitz (Bild) vor, in der er sich gegen die Vorwürfe zur Wehr setzt. Darin legt Krampitz dar, dass er normales Mitglied des besagten Fanclubs sei, dieser aber polizei- und vereinsbekannt sich nichts habe zu Schulden kommen lassen. Der Club habe in seiner Satzung festgelegt, sich politisch, konfessionell und kulturell neutral zu verhalten und sich von jeglicher Art von Gewalt zu distanzieren. Der Club achte sehr darauf, Personen, die mit dem Zweck des Fanclubs nicht vereinbar sind, fernzuhalten. Darüber hinaus versichert Krampitz weder selbst straffällig geworden zu sein, noch je an einer Veranstaltung der HOGESA oder PEGIDA teilgenommen zu haben.

Die AfD hatte bei der Mitgliedsaufnahme eine standardmäßige Personenüberprüfung von Krampitz durchgeführt, die ohne Auffälligkeiten blieb. Als ehemaliges SPD-Mitglied war Krampitz noch Anfang letzten Jahres auch dort überprüft worden. Laut einer der AfD vorliegenden Korrespondenz war der SPD schon bei der Kandidatenaufstellung zur Kommunalwahl bekannt, dass Krampitz Mitglied des Fanclubs war. Diese sah bislang, genau wie die AfD, hierin kein Problem.

Die AfD Ratsfraktion hat mit heutiger Post Herrn Andre Kasper aufgefordert, seine Vorwürfe noch einmal genau zu spezifizieren und belastbar darzulegen.

Anlage: Ehrenerklärung Christian Krampitz

Bochum, den 29.06.2013