Anschaffung von Elektrobussen überdenken

Anschaffung von Elektrobussen überdenken

In der Ausgabe vom 19.09.2019 berichtete die WAZ, unter der Rubrik Kompakt, über die Probleme der Vestische Verkehrsgesellschaft mit ihrer auf Elektrobusse umgestellten Linie zwischen Bottrop und Oberhausen-Sterkrade. Dort konnten infolge des Defektes der Ladestation am Sterkrader Bahnhof keine Elektrobusse eingesetzt werden. Am 07.12.2019 berichtete lokalo.de über die Elektrobuslinie der Stadt Trier, die bereits seit Juli 2019 komplett wieder mit Dieselbussen betrieben wurde, da aufgrund von Hard- und Softwareproblemen keine TÜV-Freigabe mehr für die Fahrzeuge vorlag. Das Solinger Tageblatt berichtete am 02.01.2020 über die Linie 695 der Stadtwerke Solingen. Diese sollte eigentlich seit Oktober 2019 mit neuen Elektrobussen betrieben werden, die entweder über Oberleitung oder per Batterie strombetrieben fahren. Das Vorhaben stockt, da die Batterien sich als nicht kältesicher erwiesen. Eine Reihe weiterer Städte meldet bei den Elektrobussen Ausfallquoten von etwa 25% der eingesetzten Fahrzeuge.

Vor diesem Hintergrund fragt die AfD-Ratsfraktion:

1. Sind diese Fakten der Bogestra bekannt?
2. Wurden die Erfahrungen und Probleme anderenorts gegenüber dem Aufsichtsrat thematisiert?
3. Gibt es in Bochum und Gelsenkirchen Pläne, wie mit solchen Ausfällen von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur umgegangen werden soll?
4. Wenn ja, wie sehen diese Pläne aus?
5. Sollte vor dem Hintergrund der mangelhaften Betriebssicherheit, die Anschaffung der Elektrobusse bei der Bogestra nicht überdacht werden?

Wir bitten um schriftliche Beantwortung.