Terminplan Viktoria-Karree gerät ins Wanken

Eine Anfrage der AfD-Ratsfraktion in der Sitzung des Ausschusses für Strukturentwicklung am 21.11.2019 hat zu Tage gefördert, dass möglicherweise der Umbau und die Neugestaltung des Husemannplatzes nicht rechtzeitig zur Eröffnung des Viktoria-Karrees im Jahr 2022 fertig wird. Die diesbezüglichen Bedenken des Sprechers der AfD-Ratsfraktion konnte der Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke nicht ausräumen. „Ich teile ihre Bedenken“, so Bradtke im Ausschuss.

Zur Fertigstellung der Neugestaltung des Husemannplatzes muss noch ein EU-weites Wettbewerbsverfahren durchgeführt werden. Erst danach können die politischen Gremien im Herbst kommenden Jahres eine Entscheidung fällen. Damit bleibt für die Planung und Bauausführung nur noch ein Zeitfenster von anderthalb Jahren. Die Baumaßnahme dürfte auf Grund der statischen Anforderungen des darunterliegenden Parkhauses ohnehin sehr anspruchsvoll werden.

„Damit könnte eines der wichtigsten Prestigeprojekte des Bochumer Oberbürgermeisters zum Rohrkrepierer werden“, so Wolf-Dieter Liese, Sprecher der AfD-Ratsfraktion Bochum.

AfD stellt eigenen OB-Kandidaten auf

Der Vorstand des Bochumer AfD-Kreisverbandes hat in seiner  Sitzung am 18.11.2019 einstimmig beschlossen, für die Kommunalwahl im kommenden Jahr einen eigenen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters ins Rennen zu schicken. Dem Vorstand liegen mehrere, vielversprechende Bewerbungen vor. Die Kandidaten werden sich auf einem Kreisparteitag Anfang des Jahres dem Votum der Mitglieder stellen.

„Damit wird deutlich, dass die AfD, im Gegensatz zu anderen Parteien, auch auf allen kommunalen Ebenen wieder eine echte Alternative bieten kann,“ so Markus Scheer, Sprecher des Kreisverbandes.

Herner Str: Tempo 30 bleibt

Ausschuss lehnt AfD-Antrag ab

Der Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität hat in seiner gestrigen Sitzung einen Antrag der AfD abgelehnt, das Tempolimit auf der Herner Str. aufzuheben. Seit dem 24.10.2018 gilt auf der Herner Str. in Bochum, zwischen den Autobahnen A40 und A43 eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30.

Für die Stadtverwaltung war dies die schnellste Möglichkeit mögliche Dieselfahrverbote auf Grund von zu hohen Stickstoffoxid-Werten zu umgehen. Die EU hat allerdings kürzlich einer geplanten Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zugestimmt, bei der Städte bei einer geringfügigen Überschreitung des Grenzwertes von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft nicht zwingend Fahrverbote erlassen müssen. Somit ist mit gerichtlichen Anordnungen von Fahrverboten nicht mehr zu rechnen.

Wie aus dem Gutachten „Green City Plan Bochum“ ersichtlich, wird der Grenzwert für Stickoxide von 2012 bis 2017 konstant nur geringfügig überschritten. Aktuellere Messwerte liegen nur bis September 2018 vor. Durch das aktuelle Fahrverbot für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht ist mit einer weiteren Reduzierung des Wertes zu rechnen.

Die Temporeduzierung auf der Herner Str. hat im Gegenteil zu einer erheblichen Anspannung des Verkehrs und damit zu einer ungewollten Mehrbelastung der Anwohner geführt. Der Verkehr braucht entsprechend länger um das entsprechende Teilstück der Herner Str. zu passieren. Dadurch steigt die Verkehrsdichte weiter an.

„Man sollte langsam wieder den Kopf einschalten und nicht mit blindem Aktionismus weiter machen, der nur die Situation für alle verschlechtert.“ so Jens Wittbrodt, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Ratsfraktion.

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